Starthilfe geben – Die richtige Reihenfolge

Diese Situation hatte schon fast jeder einmal. Man dreht den Zündschlüssel um, doch anstatt des Motorgeräusches hört man nur ein leises klacken. Besonders im Winter ist dieses Phänomen oft zu beobachten, da die Batterie aufgrund der niedrigen Temperaturen einiges leisten muss. Nun ist guter Rat teuer. Bis der Pannendienst da ist, dauert es meist eine Weile. Schneller und unkomplizierter geht´s per Starthilfe (auch Überbrückung genannt). Wir zeigen Ihnen wie es geht!

Was benötige ich für die Starthilfe?

Damit Sie jemanden Starthilfe geben können oder selbst Starthilfe erhalten, benötigen Sie nur ein Starthilfekabel. Diese kosten nicht die Welt. Gerade im Winter und bei älteren Autos sollten Sie sich sicherheitshalber eines in den Kofferraum legen.

Wie muss ich das Starthilfekabel anschließen?

Beim Starthilfe geben, muss eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden:

  1. Rotes Kabel an Pluspol der Batterie beim Stomnehmer
  2. Rotes Kabel an Pluspol der Batterie beim Stromgeber
  3. Schwarzes Kabel an Minuspol der Batterie beim Stromgeber
  4. Schwarzes Kabel an Metallteil im Motorraum des Stromnehmers
  5. Stromgeber Fahrzeug starten
  6. Stromnehmer Fahrzeug starten

In genau umgekehrter Reihenfolge wird das Starthilfekabel wieder abgenommen:

  1. Entfernen Sie bei beiden Fahrzeugen das schwarze Kabel
  2. Entfernen Sie bei beiden Fahrzeugen das rote Kabel

Videoanleitung – Die richtige Reihenfolge beim Starthilfe geben

Worauf muss ich sonst noch achten?

  • Schalten Sie beide Fahrzeuge aus, wenn Sie das Starthilfekabel anbringen
  • Der Motor des Stromgebers sollte zuerst gestartet werden. Erst dann darf das Stromnehmer Fahrzeug gestartet werden
  • Schließen Sie das schwarze Kabel beim Stromnehmer nicht an den Pluspol an, da es hier sonst zu Funkenschlag kommen kann
  • Die Spannung beider Batterien muss identisch sein. Bei PKWs fast immer 12V

Was mache ich nach der Starthilfe?

Nachdem Sie eine Starthilfe bekommen haben und der Motor läuft, dürfen Sie den Motor nicht sofort wieder ausschalten. Das Fahren einer kurzen Strecke reicht nicht aus, um die Batterie wieder vollständig aufzuladen. Bestenfalls fahren Sie eine längere Strecke. Prüfen Sie zudem, warum die Batterie leer war. Wenn z.B. ein elektrischer Verbraucher wie z.B. das Licht angelassen wurde, lädt sich die Batterie wieder beim Fahren auf. Ist Ihre Batterie aber schon älter, sollten Sie über einen Neukauf nachdenken. Wir empfehlen Ihnen eine neue Autobatterie aus unserem Autobatterie Test 2018.